STIMME UND PRÄSENZ
Sun 20 Sept
|Produzentengalerie 4h-art
Was passiert in uns, wenn wir einem Menschen begegnen, der anders ist als wir? „Stimme und Präsenz“ ist ein Workshop über Atem, Körper, Stimme und achtsames Zuhören. Ein Raum für Ehrlichkeit, Neugier und echte Begegnung.


Miejsce i czas
20 Sept 2026, 09:00 – 12:00
Produzentengalerie 4h-art, Loebensteinstraße 7, 30175 Hannover, Niemcy
O wydarzeniu
Atem. Körper. Stimme. Achtsamkeit. Begegnung.
Sonntag, 20. September 2026 | 9:00–12:00 Uhr
Kurssprache: Englisch
Workshop language: English
Produzentengalerie 4h-art, Hannover
„Stimme und Präsenz“ ist ein intimer Workshop darüber, was in uns geschieht, wenn wir einem anderen Menschen begegnen.
Wie hören wir zu, wenn uns jemand ähnlich ist?
Und wie hören wir zu, wenn sich jemand von uns unterscheidet, durch Sprache, Herkunft, Aussehen, Erfahrung, Kultur oder die Art, auf die Welt zu schauen?
Was geschieht in unserem Körper, wenn Unterschiedlichkeit auftaucht?
Sehen wir wirklich den anderen Menschen, oder sehen wir manchmal zuerst eine Kategorie, eine Überzeugung oder eine Geschichte, die wir bereits über ihn geschaffen haben?
Während des Workshops suchen wir nicht nach einfachen Antworten und teilen Menschen nicht in diejenigen ein, die Vorurteile haben, und diejenigen, die keine haben.
Unser Ausgangspunkt ist Neugier auf die eigenen Reaktionen, Emotionen, Bewertungen und auf die Art, wie wir Grenzen zwischen „uns“ und „den anderen“ entstehen lassen.
Rassismus und Ausgrenzung beginnen nicht erst mit offener Gewalt.
Sie können viel früher beginnen.
In einem Blick.
In einer Annahme.
In einem Wort.
Darin, wem wir Raum zum Sprechen geben, wem wir aufmerksamer zuhören, wem wir schneller misstrauen und wessen Stimme wir als weniger wichtig wahrnehmen.
Deshalb kehren wir im Workshop immer wieder zu sehr grundlegenden Dingen zurück:
Atem, Körper, Bewegung, Stimme und Präsenz.
Wir arbeiten mit Atem, Körperwahrnehmung, Bewegung, Achtsamkeit, Stimme, Haiku und kurzen Schreibformen, Zuhören und authentischer Kommunikation.
Nicht, um zu lernen, „richtig“ oder „gut“ zu sprechen.
Sondern eher, um wahrzunehmen, was in dem Moment geschieht, bevor wir etwas sagen.
Was zeigt sich im Körper?
Wie schnell entsteht eine Bewertung?
Wann hören wir auf zuzuhören?
Wann wollen wir uns zurückziehen?
Wann beginnen wir, uns zu verteidigen?
Und gelingt es uns, zwischen Reiz und Reaktion ein wenig Raum für Neugier entstehen zu lassen?
Ein wichtiger Teil des Workshops ist auch die Erfahrung der eigenen Stimme.
Nicht nur als Klang, sondern als Recht auf Präsenz.
Das Recht zu sagen: „Ich bin da.“
Das Recht, von der eigenen Erfahrung zu erzählen, ohne den eigenen Wert beweisen zu müssen.
Gleichzeitig üben wir etwas ebenso Wichtiges: präsent zu bleiben, wenn jemand anderes spricht.
Der Workshop basiert auf vier Werten:
Ehrlichkeit, Nicht-Bewertung, Unterstützung und Neugier.
Es geht nicht darum, einen Raum zu schaffen, in dem alle gleich denken.
Es geht darum, Begegnung trotz Unterschiedlichkeit möglich zu machen.
Den Menschen zu sehen, bevor wir die Kategorie sehen.
Die Stimme zu hören, bevor wir unserer eigenen Vorstellung davon folgen, wer da spricht.
Und zu erfahren, dass Unterschiedlichkeit nicht automatisch Bedrohung bedeutet.
Du brauchst keine künstlerische Erfahrung, keine psychologischen Vorkenntnisse und keine Erfahrung mit Gewaltfreier Kommunikation.
Wir werden nicht überprüfen, wer recht hat.
Wir werden untersuchen, was zwischen uns geschieht, wenn wir beginnen, einander wirklich zu sehen.